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Vielleicht war es ja das letzte richtig schöne warme Sommerwochenende 2008 - jedenfalls stimmte der Rahmen perfekt für das NENA Open Air an der Museumsmeile in der ehemaligen Hauptstadt. Wenngleich Open Air - der Konzertplatz war weitgehend von einem Zeltdach überspannt, so dass Regen nicht so dramatisch gewesen wäre wie bei einem “echten Open Air”. Doch der Reihe nach:
Einlass war um 18 Uhr, es hatte sich schon eine längere Schlange vor den Kassenhäuschen gebildet. Es sollte drei Vorbands geben; ich kann dazu wenig schreiben, da ich mich bis NENA-Konzertbeginn fortlaufend mit den vielen neuen und altbekannten Forumsgesichtern beschäftigte. Unmittelbar vor Konzertbeginn gab es links von der Bühne einen Haufen Fans, die ein Meet und Greet mit Nena gewonnen hatten; da damit aber erst zehn vor 8 begonnen wurde, konnte das Konzert schon einmal nicht pünktlich beginnen. Die ersten Takte von Haus der drei Sonnen ertönten erst Punkt 20h31. Die ersten beiden Songs hatten die Fotografen im Fotograben Zeit, um ihre Bilder zu machen, einige Highlights seht ihr hier.
Als 2. Song folgte Nur geträumt, danach Carpe Diem und Willst du mit mir gehen. Nach meiner Schätzung werden so 4-5000 Menschen den Platz gefüllt haben, die Stimmung war von Beginn an wohlwollend, die Band exzellent und Nenas Stimme gut verständlich und sicher. Für meinen Geschmack auch nicht zu laut. Highlight für mich der akustische Teil mit eine Gänsehaut Version von Für dich tu ich fast alles, Lass mich dein Pirat sein - sehr schön! Wie immer spontan Nenas Verbaleinwürfe, für diesen 31.8. hatte sie sich das Thema Mann/Frau ausgesucht; der Monolog endete mit der Feststellung “Ich liebe Määäännnner!”, wobei nicht nur die Konzertbesucherinnen einvernehmlich nickten und zustimmten. Das Thema Neue Schule Hamburg schlug sich diesmal lediglich im Song OLDSCHOOL BABY in der Zeile “Neue Schulen braucht das Land” nieder; auf Sammelbüchsenkreisen wurde komplett verzichtet. Da die Vorschriften besagen, dass Konzerte auf dem Museumsplatz aus Lärmschutzgründen um 22 Uhr beendet sein müssen, war es schon fast Luxus, dass nach den Luftballons die letzten Töne von I, I , I doch erst um etwa Vierte nach 10 erklangen. Meinem Eindruck nach verließen die Besucher zufrieden ein mitreissendes Konzert mit einer gut aufgelegten Band und einer Sängerin in bester Performerlaune.
Nun ergab es sich, dass ich mich nicht unmittelbar nach Konzertende gen Heimat begab, sondern mich am Bühnenausgang tummelte. Und siehe da: Nachdem die ganze Band noch bereitwillig für Fotos und Smalltalk zur Verfügung stand gab es noch Fenstertalk mit Nena, die unüberhörbar in der Garderobe von PANIK mitfeierte.
Besonders kurios für mich war ein Mensch, der den armen Derek eine Viertelstunde lang hautnah zutextete, um ein Autogramm von Nena zu bekommen, dann aber nicht mal einen Stift dabei hatte. Das sind wahrscheinlich genau die Momente, in denen man insgeheim froh ist, keinerlei Prominenz ausgesetzt zu sein. ,-)
Kurzum: Um Mitternacht neigte sich ein lauschiger und schöner Konzertabend dem Ende zu - vielen Dank allen, die das möglich gemacht haben!
AS
Schon das Wetter in Bonn leutete den Tag verheißungsvoll ein. Denn morgens um 6 Uhr gab es einen orangefarbenen Sonnenaufgang, welcher auf ein Supertag deutete.
Mittags war dann auch schon absehbar, dass bei strahlendem Sonnenschein und gefühlten 30 Grad die Show mit Nena und Band von Seiten des Puplikums laut, schrill, spaßig und partymäßig und vor allem multikulturell werden sollte. ……….Mit anderen worten, nicht nur das Wetter war heiß, auch das buntgemischte Puplikum feierte vorab schon mal den Tag. Neben Konzertgästen aus Holland, Frankreich, Österreich, Schweiz hatte es unser Lou aus den USA nach 18 Stunden Flug gegen 12 Uhr auch schon auf die Museeumsmeile verschlagen.
Gegen 18 Uhr war dann auch Einlaß, eine Band spielte und es folgte eine kleine Pause.
Dann folgte auch schon die Vorband ……..
Es ist ja auf vielen Konzerten Standart, dass die Besucher die Zeit, in welcher eine Vorband spielt als Klo und Getränkepause zu nutzen: Und nach dem ersten Anblick der doch recht jungen Musiker wollte sicher der eine oder andere Gast dieses Vorhaben umsetzen. Jedoch legten die Jungs sich sofort mächtig ins Zeug und der jugendliche Sänger überraschte mit einer kräftigen und rauhen Stimme wirklich. Denn was ihm beim ersten Anblick so niemand zugetraut hätte überzeugte doch fast alle zum Bleiben und Zuhören. Von dieser Band (Wachs?) werden wir sicherlich noch hören.
Dann so gegen 20.30 Uhr kam Nena mit Band. Mit der Spielfreude, welche sie und Band schon die lezten Konzerte an den Tag gelegt hatten, legte sie sich mächtig ins Zeug. Und hatte das Puplikum vom ersten Moment im Griff. Alte Lieder im neuen Gewand und Neue Songs im Gepäck , welche die Gäste verzauberten. So war der Leuchtturm sehr soft und gefühlvoll gespielt, im Gegensatz zu Liebe ist, welches sehr rockig interpretiert wurde. Aber auch das neue Lied, New Skool, konnte die kleinen, angefangen von den ca. dreijährigen, bis hin zur 5 9 jährigen Besucherin hinter mir, begeistern. Nach der Hitze des Tages war die Museeumsmeile also nicht nur wegen erhöhter Temperaturen am kochen und die Wassereinlagen von Nena waren sehr . Denn sie nutze die Wasserflaschen nicht nur zum trinken, sondern gab Puplikum und sich selber eine Dusche aus der Flasche.
Beim Anstimmen der 99 Luftballons holte sie dann alle Kinder nach vorne und munterte sie auf, bloß nicht sitzen zu bleiben, sondern lieber mitzutanzen. Aber die kleinen bleiben nicht lange im Bühnengraben, sondern wurden von Nena einzeln auf die Bühne gezogen, ein Kind durfte dann auch eine Strophe allein singen und hat das auch sehr gut gemacht. Dann holte Nena noch zwei Fans aus diesem Forum mit auf die Bühne.
Alles in allem ein fantastischer Tag, welcher dann so gegen 22.30 endete.
Petra Berbüsse
Songliste:
Konzertticket:
Danke an Sabine Weiler für den Ticketscan.
Fanfotos zum Konzert findest Du in der NENA-COMMUNITY Galerie. Pressepix findest du ebenfalls in der NENA-COMMUNITY Galerie.